Tasting-Nights & Event-Tickets — wie du einen zweiten Umsatzstrom aufbaust

Reguläres Restaurant-Geschäft hat Decken: eine Terrasse hat maximal so viele Sitze. Aber jede Woche einmal einen Themen-Abend mit verkauften Tickets dazu — das ist Zusatzumsatz den du in vollen Wochen nicht brauchst, der aber in ruhigen Wochen deine Existenzfrage klärt.

Warum Tasting-Nights so viel mehr einbringen

Ein normaler Restaurantgast bleibt 90 Minuten und gibt 35–45 € aus. Ein Gast bei einer Tasting-Night bleibt 3 Stunden und gibt 55–80 € aus — und kommt bereits mit der Einstellung: „Ich hab dafür bezahlt, das wird gut.”

Du kannst 80–100 % deiner Plätze mit Gästen füllen, die alle dasselbe bestellen — weil das Menü feststeht. Das bedeutet: deine Küche kann vieles vorkochen, der Service läuft strukturiert, die Getränke sind fix eingeplant. Dein Gewinn pro Gast liegt 10–15 Prozentpunkte höher als beim normalen Tischgeschäft.

Dazu kommt: Tasting-Nights liefern sehr gutes Foto- und Videomaterial. In zwei Stunden entstehen Fotos, Videos und Stimmungsbilder — Material für vier Wochen auf Instagram.

Welche Formate auf Mallorca gut funktionieren

Weinproben: 35–65 € pro Person, 4–6 Weine mit passenden Häppchen. Wöchentlich möglich wenn du einen Wein-Fokus hast, monatlich für normale Restaurants gut machbar. Beliebt bei Einheimischen und zahlungskräftigen Touristen.

Tapas-Crash-Course: 45 € pro Person, 90 Minuten, spanische Tapas kennenlernen und essen. Sehr beliebt bei deutschen und britischen Touristen. Wenig Vorbereitung nötig.

Chef's Table: 80–120 € pro Person, 8-Gang-Menü direkt am Küchenpass mit Erklärung vom Koch. Nur 6–10 Plätze. Hoher Gewinn pro Gast, viel gutes Foto-Material.

Live-Musik-Dinner: 35–55 € Eintritt plus reguläres Abendessen. Akustik-Gitarre, Jazz-Duo, Piano. Funktioniert gut in Restaurants mit schöner Atmosphäre. Einmal pro Monat ist ein gutes Maß.

Wie das Ticket-System in der Praxis läuft

Das Prinzip ist einfach: Gäste kaufen ihr Ticket vorab online — ähnlich wie ein Konzertticket. Sie zahlen sofort und bekommen ein PDF mit einem QR-Code (einem kleinen Muster das am Einlass gescannt wird). Am Abend des Events prüft dein Team den Code am Handy — der Einlass ist in Sekunden erledigt.

Wenn ein Event ausverkauft ist: Das System führt automatisch eine Warteliste. Wenn jemand 72 Stunden vorher absagt, bekommt die nächste Person auf der Warteliste automatisch eine E-Mail — „ein Platz ist frei geworden, du hast 24 Stunden um dein Ticket zu kaufen”. So bleiben deine Plätze voll, auch wenn jemand kurzfristig absagt.

Außerdem: 48 Stunden vor dem Event bekommen alle Gäste automatisch eine Erinnerung mit Adresse, Uhrzeit und Dresscode. Nach dem Event geht automatisch eine Follow-up-Mail raus — mit einem Foto vom Abend und dem Link zum nächsten Event.

Was das konkret einbringt — Beispielrechnung

Beispiel: Restaurant mit 50 Sitzplätzen, 1 Tasting-Night und 1 Live-Musik-Night pro Monat.

Tasting-Night: 30 Tickets × 55 € = 1.650 € Ticket-Einnahmen. Dazu 30 Gäste × 15 € zusätzliche Getränke = 450 €. Gesamtumsatz: 2.100 € pro Abend.

Live-Musik-Night: 40 Gäste × 12 € Eintritt = 480 €, plus reguläres Essen 40 × 42 € = 1.680 €. Gesamtumsatz 2.160 € abzüglich ca. 300 € für die Musiker = 1.860 € Netto-Umsatz pro Abend.

Zusammen: knapp 4.000 € zusätzlicher Umsatz pro Monat aus zwei Abenden. Nach allen Kosten (Küche, Service, Marketing) bleiben typisch 40–50 % als echter Gewinn übrig: +1.600–2.000 € zusätzlicher Gewinn pro Monat — nur durch diese zwei Events.

Fazit

Tasting-Nights und Event-Tickets sind einer der einfachsten Wege zu zusätzlichem Gewinn ohne mehr Öffnungsstunden. Das funktioniert, weil ein Event-Gast anders ist als ein normaler Gast: Er kommt mit Vorfreude, hat bereits bezahlt, bleibt länger, gibt mehr aus und fotografiert — was dir wieder kostenlose Reichweite bringt.

Der entscheidende Faktor ist nicht die Nachfrage — die ist fast immer da. Es ist dein System. Ohne Software für Ticket-Verkauf verlierst du gut 50 % des Potenzials: weil die Anmeldung chaotisch läuft, weil ohne Vorauszahlung viele einfach nicht kommen (sogenannte No-Shows), und weil ohne Warteliste Plätze leer bleiben obwohl Leute gerne kämen. Mit dem richtigen System: volle Plätze, geordnete Abläufe, planbarer Zusatzumsatz.

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