Eigenes Reservierungssystem vs. OpenTable — der ehrliche Kostenvergleich

Die Frage taucht in fast jedem Erstgespräch auf: „Rechnet sich ein eigenes Reservierungssystem?“ Hier die ehrliche Antwort mit Zahlen für ein typisches 60-Sitzplatz-Restaurant auf Mallorca.

Was kostet OpenTable / TheFork wirklich?

Die Plattformen werben gerne mit „günstigen Einstiegspreisen“ — die Realität bei einem 60-Sitzplatz-Restaurant mit 300 Reservierungen im Monat:

OpenTable: Grundgebühr 249 €/Monat + 1 € pro sitzender Gast. 300 Reservierungen × Ø 2,5 Personen = 750 Gäste × 1 € = 750 € + 249 € = 999 €/Monat.

TheFork: Grundgebühr 169 €/Monat + 2 € pro sitzender Gast. 750 Gäste × 2 € = 1.500 € + 169 € = 1.669 €/Monat.

Plus die weichen Kosten: deine Gäste-Daten werden mit den Plattformen geteilt, dein Brand steckt hinter dem Plattform-Design, du hast keine Kontrolle wenn die Plattform die Gebühren erhöht (was sie regelmäßig tun).

Was kostet ein eigenes System?

Einmalige Entwicklung: ein solides Reservierungssystem mit allen wichtigen Funktionen (Tisch-Management, Bestätigungen, Anzahlung, Kalender-Übernahme) kostet einmalig 8.000–15.000 €, je nach Individualität. Bei uns im Full-House-Pro-Paket inklusive als Teil der 12-Monats-Zusammenarbeit (4.500 €/Monat = 54.000 € Jahresleistung, davon Reservierungssystem-Anteil ca. 8.000–10.000 €).

Laufende Kosten: 15–25 €/Monat. Das sind Hosting (5–20 €), E-Mail-Versand (5–20 €) und Datenbank (0–10 €). Zusammen: ~20 €/Monat.

Skaliert sich bei Wachstum: bei 500 Reservierungen/Monat würden OpenTable-Kosten auf 1.500 €/Monat steigen — dein eigenes System kostet immer noch ~25 €/Monat.

Was kostet es vs. was spart es — Rechnung über 3 Jahre

Mit OpenTable: 3 Jahre × 12 Monate × 999 € = 35.964 € reine Plattform-Kosten.

Mit eigenem System: einmalig 10.000 € (als Teil des Full-House-Pakets) + 3 × 12 × 20 € = 10.720 € Gesamt über 3 Jahre.

Ersparnis: 25.244 € in 3 Jahren — bei einem typischen 60-Sitzplatz-Restaurant. Bei größeren Betrieben (100+ Sitzplätze, 500+ Reservierungen) verdoppelt sich die Ersparnis.

Und das ohne die weichen Vorteile: deine Gäste-Daten bleiben bei dir, dein Brand wirkt bis zum Reservierungs-Confirmation, du hast keine Plattform-Abhängigkeit.

Wann macht OpenTable trotzdem Sinn?

Ehrlich gesagt: wenn du die Reichweite der Plattform brauchst um überhaupt gefunden zu werden. OpenTable hat eine eigene App mit Nutzern die nach Restaurants suchen. Ein neues Restaurant in einer touristischen Lage kann darüber 30–50 % der Reservierungen abbekommen von Nutzern die es sonst nie gefunden hätten.

Das ist aber ein Marketing-Problem, kein Reservierungs-Problem. Die Lösung ist nicht: OpenTable für immer zu behalten. Die Lösung ist: starke SEO + Social-Media + Google-Business-Profile aufbauen, sodass Gäste dich direkt finden. Dann OpenTable in Monat 6–12 abschalten.

Wir sehen bei Kunden typisch diesen Übergang: Jahr 1 eigene Seite aufbauen + OpenTable parallel, Jahr 2 OpenTable abschalten, ab Jahr 2 komplett eigenständig.

Fazit

Ein eigenes Reservierungssystem rechnet sich für jedes Restaurant ab ~150 Reservierungen/Monat. Darunter zahlst du für Plattformen weniger als ein eigenes System kostet. Darüber fängt die Ersparnis an — und sie wächst exponentiell mit deiner Größe.

Noch wichtiger als die Kostenfrage: die Kontroll-Frage. Möchtest du deine wichtigste Kundendatenbank bei einem Dienstleister haben, der sie für Marketing an konkurrierende Restaurants verwendet? Die meisten Gastronomen antworten bei dieser Frage spontan: Nein.

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