Sieben Strategien für ein volles Restaurant auf Mallorca
Mallorca hat über 5.000 Restaurants. Davon sind die Hälfte jeden Abend halb leer. Die andere Hälfte ist wochenweise ausgebucht. Der Unterschied liegt fast nie am Essen — fast immer am Marketing. Hier die sieben Strategien die 2026 wirklich funktionieren.
1. Google Business Profile — dein wichtigster erster Schritt
Über 60 % aller Gäste suchen ein Restaurant zuerst bei Google. Das bedeutet: Wenn jemand heute Abend ein Restaurant in Palma sucht, tippt er bei Google „Restaurant Palma” ein — und schaut sich die Ergebnisse an. Wenn dein Profil dort nicht gepflegt ist, existierst du für diese Person schlicht nicht.
Was unbedingt stimmen muss: korrekte Öffnungszeiten (auch an Feiertagen), aktuelle Fotos (alle zwei Wochen neue hochladen), Antworten auf jede einzelne Bewertung — egal ob gut oder schlecht — und regelmäßige kurze Beiträge über Aktionen oder Events direkt in Google. Außerdem: einen Reservierungs-Button direkt im Profil einrichten, damit der Gast nicht erst auf deine Website gehen muss.
Unser Tipp: Trag dein Profil in mindestens drei Sprachen ein — Deutsch, Spanisch, Englisch. Google zeigt dem Besucher automatisch seine Sprache. Das klingt nach Kleinkram, macht aber einen spürbaren Unterschied bei den Klicks.
2. Instagram — mit Plan, nicht nach Bauchgefühl
Der häufigste Fehler: Man postet nur dann, wenn man gerade Zeit hat. Das Problem dabei ist Instagrams interner Algorithmus — das ist das System, das entscheidet, wer deinen Post überhaupt zu sehen bekommt. Wenn du unregelmäßig postest, zeigt Instagram deine Inhalte weniger Menschen. Lieber drei gute Posts pro Woche als zehn auf einmal und dann zwei Wochen Stille.
Drei Arten von Inhalten abwechseln: normale Feed-Posts (für schöne Bilder), Reels (kurze Videos, die Instagram gerade bevorzugt und daher mehr Menschen zeigt) und Stories (kurze Tages-Updates die nur 24 Stunden sichtbar sind). Stories täglich zu posten ist das am meisten unterschätzte Werkzeug — sie bringen nachweislich 40 % mehr Reichweite auf dasselbe Profil.
Hashtags (das sind die #-Begriffe unter deinem Post, mit denen andere dich finden können): Seit Ende 2025 wertet Instagram nur noch maximal 5 Hashtags pro Post aus — mehr werden einfach ignoriert. Wähle also 5 gezielte aus, zum Beispiel: #Mallorca, #PalmaFood, #TapasMallorca, #MallorcaFoodie und einen passenden zum jeweiligen Post wie #Paella oder #Meerblick.
3. Meta Ads — bezahlte Anzeigen auf Facebook und Instagram
Brauchst du überhaupt bezahlte Werbung? Wahrscheinlich ja. Organische Reichweite — also Posts ohne Werbegeld — reicht kaum aus, um Menschen zu erreichen, die dich noch nicht kennen. Genau das ist aber das Ziel: neue Gäste gewinnen.
Stell dir vor, du kannst festlegen, dass deine Anzeige nur Menschen erscheint, die gerade auf Mallorca Urlaub machen, in einem bestimmten Altersbereich liegen und sich für gutes Essen interessieren. Das ist möglich — und genau das macht Meta Ads (also Werbung auf Facebook und Instagram) so wirkungsvoll für Restaurants.
Die drei Kampagnen-Typen die jedes Restaurant braucht: Erstens Local Awareness — deine Anzeige erscheint Menschen in einem Radius von 5 km um dein Restaurant. Zweitens Tourist-Targeting — du erreichst Urlauber, die gerade auf Mallorca sind oder bald kommen. Drittens Retargeting — du erinnerst Menschen, die schon mal auf deiner Website waren, an dein Restaurant.
Was Werbung kostet: Unter 300 € pro Monat ist es schwierig, weil du zu wenige Daten bekommst um die Anzeigen zu verbessern. 300 bis 500 € monatlich ist eine realistische Einstiegs-Schwelle. Ab 800 € aufwärts fängst du an, wirklich zu skalieren.
4. Glovo — ein zweites Restaurant ohne zusätzliche Miete
Viele Restaurantbesitzer sehen Glovo als nettes Zusatzgeschäft. Aber richtig aufgestellt ist die Plattform ein komplett eigener Umsatzkanal — ohne neue Mietkosten, ohne mehr Personal.
Das Profil auf Glovo ist entscheidend: professionelle Fotos statt schnelle Smartphone-Aufnahmen, präzise und appetitlich klingende Gerichtsbeschreibungen, und eine kluge Kategorisierung damit Kunden dich leicht finden. Allein diese Optimierung kann deinen Umsatz auf der Plattform verdoppeln.
Was dein Ranking auf Glovo verbessert: eine hohe Bewertung (mindestens 4,5 Sterne), eine schnelle Zubereitungszeit (unter 25 Minuten ist der Idealwert) und Aktionen, die der Algorithmus von Glovo — also das interne System, das entscheidet wer oben erscheint — bevorzugt, zum Beispiel „2 kaufen, 1 bezahlen” oder 15 % Rabatt ab einem Bestellwert von 30 €.
5. E-Mail-Liste — der Kanal den fast niemand nutzt
E-Mail-Marketing bringt in der Gastronomie die höchste Rendite aller Marketing-Kanäle — also den besten Gegenwert für jeden investierten Euro. Trotzdem machen es 90 % der Restaurants gar nicht oder völlig unsystematisch.
So baust du eine E-Mail-Liste auf: Wer sich ins Restaurant-WLAN einloggen will, gibt seine E-Mail-Adresse an. Bei der Reservierung ist die E-Mail sowieso schon Pflicht. Ein kleines Kommentarfeld auf der Rechnung — „Möchtest du als erstes vom Weihnachtsmenü erfahren?” — funktioniert überraschend gut. Und ein simpler Newsletter-Link in deiner Instagram-Bio kostet nichts.
Wie du die Liste pflegst: Ein Newsletter pro Monat, maximal drei Themen darin. Exklusive Angebote nur für Abonnenten. Besondere Events — Silvester, Valentinstag, neues Sommermenü — erst an die Liste, dann öffentlich. Ein guter Richtwert: Im Gastro-Bereich öffnen im Schnitt 35 % der Empfänger einen Newsletter. Wenn du unter 20 % liegst, stimmt etwas an deinen Betreffzeilen oder Inhalten nicht.
6. Fotos und Videos in einem Rutsch produzieren
Das häufigste Argument gegen Social Media: „Ich habe keine Zeit dafür.” Das stimmt — wenn man es falsch angeht. Die Lösung: alles auf einmal produzieren.
Konkret heißt das: einmal im Monat zwei Stunden mit einem Fotografen (oder mit uns). Ergebnis: 30 bis 80 verwendbare Fotos, die für vier bis sechs Wochen an Posts reichen. Kein tägliches Fotografieren mehr, kein Stress.
Noch einfacher: Dein Küchenchef richtet ein Gericht an — jemand filmt das 15 Sekunden lang — fertig ist ein Reel (ein kurzes Instagram-Video). Ein Kellner mit einem besonderen Gast — kurzes Story-Video. Echte, ungeplante Momente wirken oft überzeugender als aufwändig produzierte Profi-Aufnahmen.
Das wichtigste Prinzip: Immer vier Wochen an Inhalten auf Vorrat haben. So passiert es nie mehr, dass du einen Tag aussetzt weil „heute keine Zeit war”.
7. Saisonal werben — nicht das ganze Jahr gleich
Mallorca hat einen sehr ausgeprägten saisonalen Rhythmus. Wer das ganze Jahr mit gleichem Budget wirbt, verbrennt Geld zu falschen Zeiten und spart an den falschen Stellen.
So sieht ein sinnvoller Jahreskalender aus: Januar bis März — Fokus auf Residenten (also Deutsche und andere Europäer, die dauerhaft auf der Insel leben). April bis Juni — der Tourismus beginnt, jetzt aktiv neue Gäste ansprechen. Juli bis August — Hochsaison: hier reicht oft weniger Marketing, weil sowieso volle Tische. September bis Oktober — Nebensaison mit älterer, kaufkräftiger Zielgruppe. November bis Dezember — Weihnachtsgeschäft und Silvester, plus wieder Residenten-Fokus.
Das Marketing-Budget folgt dem Umsatz-Potenzial: Im März und Mai mehr investieren, im August drosseln, im Oktober wieder hochfahren.
Zusammengefasst
Keine dieser sieben Strategien ist kompliziert. Aber die meisten Restaurants setzen höchstens zwei davon um — und wundern sich dann, warum das Ergebnis mittelmäßig bleibt.
Das Geheimnis liegt im Zusammenspiel: Google bringt dir neue Gäste, Instagram hält sie bei der Stange, E-Mail bringt sie wieder, Glovo füllt die ruhigen Mittage. Jeder Kanal verstärkt den anderen. Wer alle sieben kombiniert, hat ein System — und kein Flickwerk.
Alle sieben Strategien setzen wir als Gastro-Marketing-Agentur auf Mallorca für unsere Kunden um — von Social Media bis Reservierungssystem.
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