1. Google Business Profile als Fundament
70 % aller Restaurant-Suchen starten auf Google Maps. Wenn dein Google Business Profile nicht stimmt, spielst du auf dem falschen Spielfeld.
Was zwingend stimmen muss: korrekte Öffnungszeiten inkl. Feiertage, aktualisierte Fotos (alle 2 Wochen neue), Antworten auf JEDE Bewertung (positiv wie negativ), wöchentliche Posts über Aktionen oder Events. Reservierungs-Button direkt integriert.
Unser Tipp: Trag dein Profil in mindestens drei Sprachen ein — Deutsch, Spanisch, Englisch. Google zeigt es dem User automatisch in seiner Sprache — das erhöht Conversion signifikant.
2. Instagram mit System, nicht mit Gefühl
Der größte Fehler: unregelmäßig posten wenn „gerade Zeit ist“. Instagrams Reihenfolgen-Logik bestraft Inkonsistenz brutal. Besser 3 gute Posts pro Woche als 10 geballt und dann zwei Wochen nichts.
Drei Format-Typen abwechseln: Feed-Posts (Ästhetik), Reels (Reihenfolgen-Logik-Liebling), Stories (Intimität). Stories täglich ist das unterschätzteste Werkzeug — 40 % mehr Reichweite als Posts auf dasselbe Profil.
Hashtag-Strategie: immer 8–12 Hashtags, gemischt aus lokal (#Mallorca, #Palma, #SonFiol), nischenbezogen (#SpanischesRestaurant, #MallorcaFoodie) und content-spezifisch (#MeerseeRestaurant, #Tapas, #SommerMenü).
3. Meta Ads mit chirurgischer Zielgruppen-Arbeit
Brauchst du überhaupt Ads? Wahrscheinlich ja — organisches Social Media alleine reicht selten aus um neue Gäste zu erreichen, die dich noch nicht kennen.
Die drei Kampagnen die jedes Restaurant braucht: Local Awareness (Radius 5 km um deinen Standort), Tourist-Targeting (Besucher die dieses Jahr nach Mallorca kommen), Retargeting (Leute die deine Website besucht haben).
Budget-Realität: unter 300 €/Monat zu Meta Ads = rausgeworfenes Geld, weil du nicht genug Daten für Optimierung bekommst. 300–500 € ist die funktionierende Minimum-Schwelle. 800–1500 € skaliert richtig.
4. Glovo als zweiter Umsatzstrom
Viele sehen Glovo als Zusatzgeschäft. Richtig eingesetzt ist es ein zweites Restaurant — ohne zusätzliche Mietkosten.
Profil-Optimierung ist kritisch: professionelle Fotos (nicht Smartphone-Schnappschüsse), präzise Gerichtsbeschreibungen, kluge Kategorisierung. Allein das kann deinen Umsatz auf der Plattform verdoppeln.
Ranking-Hebel: hohe Bewertung (>4,5), schnelle Zubereitungszeit (<25 Min Idealwert), Aktionen die der Glovo-Reihenfolgen-Logik liebt (2x1, 15 % Rabatt ab 30 €).
5. E-Mail-Liste — der unterschätzte Goldschatz
E-Mail hat die höchste ROI aller Marketing-Kanäle in der Gastronomie. Und 90 % der Restaurants machen es nicht systematisch.
Aufbau: WLAN-Login gegen E-Mail, Reservierung erfordert E-Mail (sowieso), Kommentarfeld auf Rechnung „Willst du vom Weihnachtsmenü erfahren?“, einfacher Newsletter-Link auf Instagram-Bio.
Wartung: monatlicher Newsletter mit max 3 Topics. Exklusive Angebote für Abonnenten. Besondere Events zuerst an die Liste. Durchschnittliche Öffnungsrate im Gastro-Bereich: 35 % — wenn du unter 20 % bist, stimmt etwas nicht.
6. Content-Produktion mit System
Das größte Argument gegen Social Media? „Ich habe keine Zeit für Content“. Verständlich — aber lösbar.
Batch-Produktion: einmal im Monat 2 Stunden Foto-Shooting mit einem Fotografen (oder uns). Ergebnis: 30–80 verwendbare Fotos, genug für 4–6 Wochen Posts.
Mitarbeiter-Content: dein Küchenchef plattiert ein Gericht → 15-Sekunden-Video → Reel. Kellner mit besonderem Gast → Story. Zugänglicher Content wirkt authentischer als Professionals-only-Posts.
Content-Pool: immer 4 Wochen Vorlauf haben. Nie wieder „heute hat sich was Dringendes ergeben, ich poste nicht“.
7. Saisonale Kampagnen statt Dauerfeuer
Mallorca hat einen extrem saisonalen Rhythmus. Wer das Jahr wie ein Flächenfeuer bewirbt, brennt sein Budget zur falschen Zeit ab.
Kalender: Januar–März Residenten-Fokus (Deutsche die auf der Insel leben), April–Juni Hoch-Touri-Anflug, Juli–August Peak-Saison (weniger Marketing, mehr Service), September–Oktober Shoulder-Season mit älterer Zielgruppe, November–Dezember Weihnachten und Residenten plus Silvester.
Marketing-Budget folgt dem Umsatz-Potenzial: März und Mai mehr rein investieren, August weniger (reicht auch), Oktober wieder mehr.
Zusammengefasst
Keine der sieben Strategien ist Raketenwissenschaft. Alle kombiniert ergeben das System das deine Konkurrenz nicht hat.
Der Fehler den die meisten Gastronomen machen: sie picken sich zwei heraus („Instagram und ein bisschen Meta“) und wundern sich warum das Ergebnis mittelmäßig ist. Das System ist ein System — weil jeder Kanal den anderen verstärkt.
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